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Geschäftsführer eines Startups am arbeiten

CEO über Nacht - Arbeiten im Startup, der wahre Karriere Booster?!

Andreas Klassen

Februar 9, 2019

Andreas Klassen, Unternehmer und Nerd, Entreprenerd

Arbeiten in einem Startup? Startups als Arbeitgeber haben die wenigsten auf dem Radar. Schlechtes Gehalt, befristete und risikoreiche Positionen und unzählige Überstunden verschleiern die Attraktivität. Wieso es aber ein sehr guter und kluger Schachzug in den Jobmarkt sein kann und welche Vor- und Nachteile so eine Entscheidung bietet, zeige ich hier.

Ein Artikel für Schüler, Studenten und Arbeitnehmer, die nicht den Mut aufbringen selbst zu Gründen, denen eine richtige Idee oder das Team fehlt die aber dennoch früher oder später selbstständig sein wollen und vorher den Startup Spirit erleben wollen.

Lernen auf Steroiden

In einem Startup wirst du sehr viele neue Arbeitsweisen,Tools und Co kennenlernen. Scrum, Agile, Design Thinking, Growth Hacking und alles was sich rund um Online und Social Media dreht. Die generellen Themen und das Umfeld wird in vielen Fällen sehr innovativ und spannend sein.

Eine super Ausgangslage für jeden der neugierig und wissbegierig ist. Unbekannte Märkte und völlig neue und unbekannte Produkte stellen alle Beteiligte vor gänzlich neue Problemstellungen! Niemand weiß es wirklich besser, also müssen neue Lösungsansätze her, Querdenken ist gefragt! All diejenigen die gerne Sudoku spielen oder Probleme lösen, die kommen hier voll auf ihre Kosten.

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Einen Ausweg gibt es immer

Wie in Punkt 1 schon beschrieben lernst du sehr viel, vor allem neues und innovatives. Im Prinzip all das was Old-Economy Corporates so sehr suchen und Unsummen für Weiterbildung und Experten zahlen. Die Erfahrung und die Kenntnisse, die du in der Startup-Phase erlangst werden dich von allen anderen Bewerbern abheben. In den meisten Fällen wirst du eine Position im Konzern besetzen können, die dir kaum einer streitig machen kann. Zusätzlich oder vor allem wird diese Position deutlich besser bezahlt werden, als wenn du nicht im Startup gearbeitet hättest. Das Skill-Set definiert dann dein Alleinstellungsmerkmal. Wenn du in einem Konzern arbeiten möchtest, kann es also durchaus strategisch klug sein, seine ersten Erfahrungen im Startup zu machen. Einerseits überspringst du dann gern die ersten zwei Ebenen, zusätzlich wirst du es leichter haben an die gewünschte Position zu gelangen. Also merke: Einen Corporate-Job wirst du immer finden!

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Kometenhafter Aufstieg oder "einmal Chefetage bitte"

Wenn du schnell hoch hinauswillst, dann kann der Weg in einem Startup definitiv leichter sein! Du kannst schnell an der Spitze sein. Angefangen als normaler Mitarbeiter, kannst du bei gutem Wachstum schnell zum Team Lead mit Personalverantwortung aufsteigen. Wenn es dem Startup weiterhin gut geht, die Finanzierung und das Wachstum gesichert ist, oder eine Internationalisierung ansteht, dann kann schnell auch mal ein CxO in deinem LinkedIn Profil stehen. Dies kann zwischen 2 und 5 Jahren dauern! Verglichen mit einem normalen Corporate Job eine lächerlich kurze Zeitspanne! Auch darf man nicht vergessen, das es für die meisten gar nicht möglich ist, selbst mit viel Zeit und Fleiß einen Chefposten in einem Dax Konzern zu besetzen! Deswegen würde ich die Hypothese in den Raum werfen, das es kaum eine schnellere Methode gibt, eine Führungsrolle zu übernehmen. Eine Sidenote hätte ich noch. Bei krassen Titeln gibt es auch schwarze Schafe (Rocket Internet und Co.) in der Branche, die neue Mitarbeiter mit hohen Titeln locken um den Lebenslauf aufzuhübschen und viel Verantwortung suggerieren. In Wahrheit ist man allerdings ein normaler Mitarbeiter.

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Der Alltag

Flexible Arbeitszeit und Ort! Die moderne Arbeitsphilosophie stellt Leistung und Ergebnis über reine Zeit! Wenn du ein Ergebnis abliefern musst, ist deinem Chef meist egal wann und wo du deine Arbeit erledigt, wichtig ist nur das du fertig wirst #getshitdone! Remote und Home-Office ist genauso alltäglich und normal wie Jogginghose und Turnschuhe. Jeder der einen lockeren Dresscode liebt und gerne mit jedem “per Du” ist, wird sich bei einem Startup wohlfühlen, auch all diejenigen die gerne Ausschlafen und gegen Mittag im Office erscheinen! Work-Life Balance ist hier gut gegeben, wenn sich das Startup nicht gerade in einer heißen Phase befindet. Jedem dem Eigenverantwortlichkeit und Flexibilität wichtig ist, der ist bei einem Startup genau richtig!

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Schnell und Flach

Das S in Startup steht für die Schnelligkeit. Super schnelle Prozesse, flache Hierarchien, viel Freiheit und sehr schnelle Umsetzung! Von der Idee bis zur Umsetzung können Tage bzw Stunden liegen und jeder kann diese Ideen vorstellen und Wirklichkeit werden lassen! Ein Startup hat keine Zeit für lange Entscheidungsprozesse, Meetingmarathons und politisches Geplänkel! “Try things and fail fast” Jede neue Idee kann einen Pivot darstellen oder das Produkt bereichern, deswegen werden Ideen proaktiv gefördert, ganz getreu dem Motto

“Probieren geht über studieren!”

Angst vor Fehlern sollte man hier aber nicht haben, man sollte es als Mehrwert sehen, also Mut zum Ausprobieren! Jeder, der mal in einem Konzern gearbeitet hat, wird dies als sehr erfrischend und befreiend erleben! Schluss mit monatelangen Kämpfen für eine Idee, Abholen aller Stakeholder und Budget gesprächen.

Verantwortung übernehmen

Übernimm selbst Verantwortung, Mitarbeiter die mitdenken, Ideen haben und diese umsetzen wollen sind mehr als erwünscht. Jeder der wirklich was bewegen will, das Risiko einer Gründung aber nicht selbst tragen will, der ist bei einem Startup richtig!

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Incentiviertes Arbeiten

Fleiß und glaube an das Startup kann enorm entlohnt werden. Wenn zu den ersten im Startup gehörst, kann es gut passieren, dass du auch Anteile am Unternehmen bekommst. Anfangs noch nahezu Wertlos, kann sich das in wenigen Jahren aber deutlich drehen. Stell dir vor, du hättest ein paar Prozente an den GAFA (Google, Amazon, Facebook, Apple) Unternehmen, dann wärst du heute Steinreich! Unrealistisch? Es gibt auch unzählige Deutsche Beispiele wie Delivery Hero, Zalando oder N26. Zusätzlich gibt es viele nette Benefits.

Neben Work-Life-Balance, keinem Dresscode und flexiblen Arbeitszeiten und Orten, kümmert man sich um eine gute Kultur und einen guten Zusammenhalt. Man feiert zusammen, zischt freitags gerne mal ein paar kühle Blonde, spielt gern Kicker-Runden oder fährt gemeinsam in den Urlaub. Auch gibt es viele Startups die den ganzen Tag kostenloses Essen bereitstellen, neben Smoothie-Bars und Barista auch vollwertige Mahlzeiten!

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Wo kann ich unterschreiben?

Ich hoffe ich konnte dir ein paar gute Gründe nennen, wieso es Sinn machen kann bei einem Startup durchzustarten! Nicht nur die vielen incentives und die Flexibilität sind gute Gründe, auch kann es ein sehr gutes Sprungbrett sein, für alle die schneller hoch hinaus wollen als der Rest! Durch die Digitalisierung und die vielen disruptiven Ereignisse sind die Zeiten besonders günstig! Also arbeiten im Startup ist mein bester Tipp für jeden Berufsanfänger!