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Corporate Entrepreneur ist am Arbeiten!

Karrierechance: Intrapreneur

Andreas Klassen

April 19, 2019

Andreas Klassen, Unternehmer und Nerd, Entreprenerd

Die Digitalisierung überfordert die altbackenen Corporates und gefährdet deren Zukunft.
Die Technologien und der damit verbundene Wandel fordert gänzlich neue Herangehensweisen und Prozesse.
Inkubatoren, Acceleratore, Hackathons und Co wurden ins Leben gerufen, um dem ganzen Herr zu werden, ohne signifikanten Erfolg.
Startups und Entrepreneure sind und bleiben die Helden der Stunde und die Gewinner des digitalen Wandels!
Wenn die Corporates einmal um die Ecke blicken, gibt es aber dennoch Hoffnung am Firmament.

“Intrapreneurship” könnte die Lösung heißen!

1985 machte Steve Jobs in einem Newsweek-Artikel den Begriff “Intrapreneurship” publik und seither hat sich wenig getan, leider!
Obwohl das Thema immer mehr an Bedeutung gewinnt, fristet es bis dato eher ein Nischen da sein.

Ich sage “Schluss damit!”.
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Nach den dürftigen Versuchen mit Acceleratoren und Innovation Camps gegen Startups anzukommen und innovative Visionen,
kundenzentrierte Lösungen und digitale Arbeitsweisen zu schaffen, die sich durchsetzen und nicht zu Millionen Gräbern werden, sollte es an der Zeit sein, Intrapreneurship salonfähig zu machen!
Innovation ist eine Strategie für die Zukunft und Veränderung zu antizipieren und Probleme zu lösen wird immer wichtiger! Die bereits getesteten Methoden haben nicht zu Erfolgen geführt.
Die Nachteile von Inkubatoren und Co. kann Intrapreneurship allerdings wieder wettmachen!
Was ein Intrapreneur ist, was er macht und wie er sich vom Entrepreneur unterscheidet, erfährst Du im folgenden Blog-Post.

Was ist ein Intrapreneur

Intrapreneur setzt sich aus den Worten Intra-corporate (unternehmensintern) und Entrepreneureship (Unternehmertum) zusammen und bringt es damit auf den Punkt!
Unternehmensinterne Unternehmer, also Unternehmer im Unternehmen.
Intrapreneurship beschreibt Mitarbeiter die ihre unternehmerischen Talente und Verhalten,
ihre Kreativität, ihre Energie und ihre Ideen voll ins Unternehmen einbringen und eigeninitiativ Projekte umsetzen, Produkte erstellen oder neue Business Modelle testen.
Sie generieren in weitestgehender eigenregie Umsatz fürs Unternehmen und arbeiten selbstständig an diesen Zielen, eben wie Entrepreneure.

Ein höchst motivierter Mitarbeiter, unternehmerisch und strategisch denkend, immer das große Ganze im Blick, so werden ein Intrapreneure beschrieben.
Oft wird Intrapreneurship auch als Corporate Startup oder Corporate Entrepreneur bezeichnet, besonders dann, wenn der Wertbeitrag weit über eine Prozessoptimierung geht!

Intrapreneurship im Unternehmen

Um Intrapreneurship im Unternehmen umsetzen zu können, erfordert dies nicht nur motivierte und hungrige Mitarbeiter, sondern es erfordert ebenso eine Kultur und die richtigen Rahmenbedingungen im Unternehmen, die pro-Aktiv innovation und selbstentfaltung fördert!

Die Vorteile für dich als Intrapreneur
  • Karrierebooster zum Quadrat! Nicht nur persönlich wirst du wachsen auch auf deinem Lebenslauf sieht es sehr gut aus, auch wenn das Projekt nicht klappt
  • Du bekommst eine Sonderstellung und Aufmerksamkeit in deinem Unternehmen mit direktem Draht zur Geschäftsführung
  • Du bekommst die Ressourcen wie zB Netzwerk, Kapital oder Prozesse vom Unternehmen
  • Marketing made easy! Du hast schon einen Namen und ein Branding, nutze das, denn du hast eine unvergleichliche Sichtbarkeit am Markt
  • finanzielle Engpässe können vom Unternehmen getragen werden, “Folge Finanzierung” ist wesentlich einfacher zu bekommen
  • Du kannst etwas Verändern und übernimmst Verantwortung dafür Freie Entscheidungsgewalt,Selbstorganisation und “flexibleres”Arbeiten, wenn dadurch die Motivation nicht steigt, wovon dann?
  • Du hast weiterhin ein geregeltes Einkommen, ein LUXUS den die wenigsten Unternehmer genießen dürfen!

Intrapreneur werden -Was sollte ein Corporate Entrepreneur mitbringen?

Nach dieser Einleitung fragst du dich sicherlich wie du Intrapreneur im Unternehmen werden kannst, was dich im Alltag erwartet und ob du das Zeug dazu hast.
Neue Business Modelle, digitale Produkte, agiles Arbeiten, neue Technologien, neue Kundenbedürfnisse oder auch Social Media sind Probleme, mit denen jedes Unternehmen zu kämpfen hat!
Besonders neue Geschäftsmodelle zu sind eine hervorragende Möglichkeit, da sie einen enormen Wertbeitrag beisteuern können.

Die Digitalisierung und der digitale Wandel sind die größten Chance für dich!
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Allerdings muss du in der Historie schauen, wie gebrandmarkt dein Unternehmen ist, in Bezug auf Startup Beteiligungen, Startup Camps, Inkubatoren und Acceleratoren.
Als Digital Native hast du sicherlich unzählige Lösungen und Ideen die du mit einbringen kannst, von denen das Unternehmen profitieren kann.
Wenn du nicht aus dem digitalen Background kommst, auch gut!
Corporates geben unsummen für Consultants aus um ihre Prozesse und Strukturen zu verbessern.
Solltest du Ideen haben wie man einen neuen Workflow oder ein neues Organigramm einführen kann, das zu besseren Ergebnissen führt, dann “Go for it!” Die Geschäftsführung wird es dir danken!
Die Digitalisierung und Prozessoptimierung sind zwei sehr gute und akute Möglichkeiten wie du dieses Thema intern adressieren könntest und dich als Wunschkandidaten platzieren könntest.
Jetzt liegt es nur noch an dir , die richtigen Key Player und Stakeholder von dem Vorhaben zu überzeugen, ich drücke dir die Daumen!

Was erwartet dich und wie sieht das Daily-Business aus?

Wichtig ist im ersten Schritt die Erkenntnis, das du die Fähigkeiten, die Möglichkeit und den Willen dazu hast, etwas in dem Unternehmen in dem du arbeitest, zu verändern!
Vor allem der Wille ist essenziell, da der Weg eines Intrapreneurs kein leichter sein wird! Lange Arbeitstage, stress, viel Verantwortung, noch mehr Aufgaben und alle Augen (Kollegen, Stakeholder und Geschäftsführer) auf dich gerichtet! Dessen solltest du dir bewusst sein, denn Innovation schürt oft auch Ängste und Missmut.
Du wirst oft mehr Gegenwind bekommen, auch wenn der C-Club dein Vorhaben unterstützt, Nein-sager gibt es besonders im konservativen Deutschland sehr viele! Hierbei kann ich dich nur ermutigen, weiter zu machen!

Wenn du glaubst, dass du mit deiner Vision eine signifikante Verbesserung für dein Unternehmen schaffen kannst, du dir sicher bist über die positiven Auswirkungen deiner Idee, dann “Keep going !” und verliere das große und ganze nicht aus dem Blick!

Neben den ständigen Widrigkeiten und Hürden im Alltagsgeschäft wirst du ordentlich die Marketing Trommel rühren müssen.
Du wirst konsequent verkaufen müssen, nicht nur dich sondern auch deine Idee! Überall auftauchen und dich und dein Vorhaben quasi “Pitchen”!
Du denkst das wird nur initial einmal gemacht, um von deinem Projekt zu überzeugen?
Nein, definitiv nicht! Es ist ein ständiger Prozess, denn alle müssen abgeholt werden.
Stetige Feedback Loops über Meilensteine an die Geschäftsführung, weitere Partner überzeugen, die bereits genannten Nein-Sager für die eigene Sache gewinnen!
Du wirst nicht nur Intrapreneur sein, sondern auch ein Marketing Experte!

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Der Unterschied zwischen Intrapreneur und Entrepreneur

Der Intrapreneur und der Entrepreneur haben sicherlich genauso viele Gemeinsamkeiten wie Gegensätze.
Beide müssen eigenverantwortlich handeln, die Kosten im Blick halten, neue Wege gehen und viel Stress und Niederlagen ertragen können.
Ehrgeizig, zielstrebig, Risiko affin und Lösungsorientiert sind nur einige der Eigenschaften die beide treffend beschreiben würde.
Sie sehen eine Niederlage als Chance und können aus Fehlern lernen.
Im Gegensatz dazu liegt der Unterschied zwischen Corporate Entrepreneur und normalen Unternehmer in der Verantwortung und den Konsequenzen.
Wenn wir einen klassischen Unternehmer nehmen, der für sein Geld arbeiten muss, komme, was wolle und dies mit einem zwar selbstbestimmten aber doch unter Vertrag stehenden Intrapreneur Vergleichen, wird dies besonder deutlich.

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Ein Fehlschlag für einen Entrepreneur kann wesentlich fataler enden als für einen Intrapreneur.
Wenn der Unternehmer sich einen dicken Schnitzer in Form von Missmanagement erlaubt, ist meist nicht nur seine Existenz bedroht, sondern die des ganzen Unternehmens.
Beim Intrapreneur ist dies meist kein “großes Ding”. Bei ausbleibendem Erfolg des Intrapreneurs wird Intrapreneurship beendet und der nun Ex-Corporate Entrepreneur geht seiner ursprünglichen Arbeit nach.
Beim Unternehmen könnte dies in der Privatinsolvenz enden. Dieser Umstand ist definitiv der größte Unterschied, da es bei dem einen um die Existenz geht und er jede Entscheidung abwägen muss und bei dem anderen es gelinde gesagt als “Spielerei”oder “Versuch”beschrieben werden könnte.

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Die Vorteile von Intrapreneurship für Unternehmen

Digitalisierung und der Innovationsdruck wie schon in meinem Artikel über die Ambidextrie beschrieben sind die Fallstricke des 21 Jahrhunderts und Corporate Entrepreneurship könnte für einige Unternehmen und Konzerne die Lösung darstellen. Die aktuellen Arbeitgeber der “alten Schule” müssen notgedrungenerweiseumdenken.

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Besonders große Konzerne mit hochdiversifiziertem Portfolio und schlechter Kommunikation oder hoher Bürokratie, können vom Intrapreneurship Konzept profitieren.

  • agiler und innovativer Arbeiten
  • In-House Know How aufbauen
  • Konkurrenzfähigkeit sichern vergleichsweise günstig im Vergleich zu Acceleratoren, Inkubatoren, Startup Camps oder Aquisitions

Fazit zu Intrapreneurship

Corporate Entrepreneurship bietet für beide Seiten, den Intrapreneur und das Unternehmen attraktive Vorteile.
Mit einer guten Organisation und den richtigen Rahmenbedingungen kann es für das Unternehmen einen sehr großen Wertbeitrag und ROI bedeuten. Für dich als Intrapreneur kann dies zu einer der spannendsten und lehrreichsten Zeiten werden und als großartiges Sprungbrett dienen.
Wenn du nach diesem Beitrag, direkt die ersten Ideen im Kopf hast, dann kann ich dich nur ermutigen diesen Ritt zu wagen!
“Time is now!”, es ist die beste und wichtigste Zeit für Intrapreneurs!